Presseberichte 2019

10.02.2019

Für Bürgermeister Johann Maurer stand fest: „Ich bin mir sicher, dass ein frischer Wind einkehren wird.“ Und auch Kreisbrandmeister Alfons Huber freute sich und fand: „Die Gemeinde kann zufrieden sein.“
Jedenfalls hat sich das „Nachsitzen“ der Aktiven der Feuerwehr gelohnt. Mit Dominik Schmid und Oswald Hamann haben die Georgenberger nun zwei neue Kommandanten. Sie treten in die Fußstapfen der in der Dienstversammlung am 11. Januar nicht mehr kandidierenden Matthias Scheinkönig und Martin Scheibl und erhielten in der Dienstversammlung am Freitag im Sitzungssaal des Rathauses das einstimmige Vertrauen.
Maurer sprach von einer guten Entscheidung und appellierte an die neuen Führungskräfte, mit allen Feuerwehren in der Gemeinde zusammenzuarbeiten. „Keiner kann allein etwas bewirken“, bat Huber, die „Neuen“ tatkräftig zu unterstützen. Ihnen gab er außerdem mit auf den Weg, in angemessener Zeit die erforderlichen Lehrgänge „Gruppenführer“ und „Leiter einer Feuerwehr“ zu absolvieren.
Im Übrigen hatte der Kreisbrandmeister noch Zahlen in Bezug auf die Personalstärke bei den Einsätzen während des Tages in den vergangenen drei Jahren dabei. „Bis auf ein Mal haben die Feuerwehren in der Gemeinde die Sollstärke erfüllt. Es waren immer zwischen sechs und acht Aktive bei einem Einsatz.“ Damit widersprach Huber der Aussage eines ehemaligen Kommandanten (Rupert Herrmann) in der BR-Sendung „Quer“ am 31. Januar, „dass die Feuerwehren während des Tages keine Leute haben“.
Schmid und Hamann wollen verstärkt auf Teamarbeit setzen. Und so versprach der neue Kommandant „keine Alleingänge“, während sein Stellvertreter auf die Unterstützung durch die Gruppenführer setzte. „Wir müssen die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen“, war dazu Hamanns Aussage.

13.01.2019

Laut Nicole Bock „wird es immer schwieriger, junge Leute für die Feuerwehr zu motivieren“. Und so bedauerte die Jugendwartin in der Jahresversammlung des Nachwuchses am Freitag im Vereinslokal „Zum Ritter St. Georg“, dass 2018 keine Neuaufnahmen zu verzeichnen waren.
Als einen der Gründe, warum der Übungsplan nicht immer eingehalten werden konnte, nannte Bock: „Die Jugend steht zum Teil schon im Berufsleben.“ Dennoch hoffte sie, „dass wir sie nicht ganz aus der Feuerwehr verlieren und die Feuerwehrfrauen und -männer weiter für unsere Gemeinde da sind“. Dafür will sie sich stark machen und gab als Ziel aus, die Jugend zusammenzuhalten und neue Anwärter zu inspirieren, bei der Feuerwehr mitzumachen. „Ich als Jugendwartin werde mein Bestes geben“, versicherte sie.
Untätig war der Nachwuchs aber beileibe nicht. Das verdeutlichten Bock und Lisa Ertl, als sie unter anderem auf die Leistungsprüfungen, die Modulare Truppausbildung sowie die Unterrichte und Übungen hinwiesen. „Auch beim Wissenstest konnten wir unsere Leistungen unter Beweis stellen“, hieß es dabei. Beifall bekam auch Jasmin Bock für den detaillierten Kassenbericht.
Zum Nachfolger von Felix Reber als Sprecher wählten die jungen Leute Kevin Nickl. Ihn unterstützt künftig Benjamin Reber als Stellvertreter (bisher Christian Scheibl). Schriftführerin ist weiterhin Lisa Ertl, und die Finanzen bleiben in den Händen von Jasmin Bock.

Berthold Reber sprach in der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins zwar von einem Jahr 2018 mit vielen Aktionen und einem guten Zusammenhalt, wünschte sich aber für dieses Jahr etwas mehr Engagement bei den Arbeitseinsätzen, vor allem vor und nach Festen. „Denn die erwirtschafteten Gewinne kommen nicht ausschließlich dem Vereine zugute, sondern es wird auch die aktive Wehr tatkräftig unterstützt“, war die Begründung des weiterhin an der Spitze stehenden Vorsitzenden.
Der bezifferte den aktuellen Mitgliederstand auf 145 und blickte neben den neun Sitzungen der Vorstandschaft und den fünf Arbeitseinsätzen auf die zahlreichen Aktivitäten zurück. Darunter waren neben der Kaltwasser-Challenge mit der 100-Euro-Spende für die Krabbelgruppe etwa die Faschingsdisco, der Kirchweihtanz, der Adventsmarkt oder die Tagestour in die Partnergemeinde Wirsberg mit dem Besuch des Hallenfestes der dortigen Feuerwehr. Teilgenommen hatte die Wehr auch an vielen Festen und Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Gemeinde.
Beifall erhielten dann auch Schriftführerin Franziska Scheibl für das Verlesen des Protokolls über die Dienst- und Jahreshauptversammlung 2018 und Hauptkassier Bernhard Riedl. Dessen pflichtbewusste Buchführung würdigte Josef Kick. Er hatte die Unterlagen gemeinsam mit Willibald Schaller geprüft.
Zehn Jahre bei der Feuerwehr dabei sind Ingo Giersemehl, Christoph Gruber und Karina Heinle. Sie freuten sich über Ehrungen ebenso wie Klaus Helgert, Josef Seibert, Helmut Scheufler (jeweils 20 Jahre), Hubert Reber und Peter Schmid (40 Jahre).
Schnell über die Bühne gebracht hat Bürgermeister Johann Maurer die Neuwahlen. An der Vereinsspitze stehen weiterhin Berthold Reber und Alfons Scheibl. Zur Nachfolgerin von Franziska Scheibl als Schriftführerin wählten die Mitglieder Marina Müller. Die Kassengeschäfte bleiben in den Händen von Bernhard Riedl. Stellvertreter ist Matthias Müller. Die weiteren Ämter: Beisitzer Oswald Hamann, Heiko Nickl, Alexandra Scheibl und Peter Schmid, Kassenprüfer Josef Kick und Willibald Schaller, Fahnenträger Klaus Herrmann und Felix Reber.

Matthias Scheinkönigs Fazit fiel positiv aus. „Wir können wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken“, stellte der Kommandant in der Dienstversammlung der Feuerwehr am Freitag im Vereinslokal „Zum Ritter St. Georg“ fest. Besonders freute er sich, dass 2018 keine schlimmeren Einsätze zu verzeichnen und alle Aktiven immer heil und gesund zurückgekommen waren.
Einen Wermutstropfen hatte die Zusammenkunft aber: Weder Scheinkönig noch sein Stellvertreter Martin Scheibl erklärten sich für eine weitere Amtszeit bereit. Scheinkönig, neun Jahre Kommandant und drei Jahre Stellvertreter, hatte das bereits vor einem Jahr angekündigt. Da nutzten alle Überredungskünste von Johann Maurer nichts; denn keiner der Aktiven wollte die Nachfolge antreten.
Unterstützung hielt der Bürgermeister von Kreisbrandrat Marco Saller, der bestätigte, dass sich die Feuerwehr selbst um die Kommandanten kümmern müsse und die Verantwortung zunächst nicht bei der Gemeinde liege. „Ich will nicht, dass ich in vier Wochen eine Entscheidung treffen muss, die euch nicht gefallen wird“, sagte Maurer deshalb und wurde noch deutlicher: „Wenn dann keine Kommandanten gewählt werden, kann ich es nicht verantworten, ein Löschfahrzeug im Wert von rund 170000 Euro führungslos in der Fahrzughalle stehen zu lassen. Dann erhält es eine andere Feuerwehr.“
Lob hatten Saller und Maurer aber dennoch für die Wehr. Besonders hob der Rathauschef die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Neuenhammer hervor. Einen besonderen Dank sagte er Scheinkönig für das großartige Engagement während dessen insgesamt zwölfjähriger Amtszeit.
Laut Scheinkönig hat die Wehr derzeit 35 Aktive, darunter acht Frauen. Auch der sprach von einer bestens funktionierenden Zusammenarbeit mit den Kameradinnen und Kameraden in Neuenhammer. Als eines der Beispiele nannte er dabei die Leistungsprüfung im Mai mit drei Gruppen.
„Ihr wart immer fleißig dabei“, lobte er die Beteiligung an den Unterrichten und Übungen und versicherte, die Aktionen mit Neuenhammer fortzuführen. Zu den 14 Einsätzen – darunter drei Brände und elf technische Hilfeleistungen – waren laut Scheinkönig auch die Übungen der 13 Atemschutzträger. „Für heuer können wir zwei Leute auf Lehrgang schicken“, kündigte er an und freute sich auch über die erfolgreiche MTA-Ausbildung. „Bitte macht weiter so und bleibt der Feuerwehr treu“, galt sein Dank allen für die gute Zusammenarbeit.
„Da es zum Teil um persönliche Schutzausrüstung geht, die dringend benötigt wird, kann es nicht sein, dass Atemschutzträger auf ihren Schutzanzug warten müssen“, kritisierte der Kommandant die noch nicht umgesetzte Sammelbestellung 2018 durch die Gemeinde und wies darauf hin, „dass die Schutzanzüge mittlerweile schon 15 Jahre alt sind“. Außerdem bat er um die Reparatur des defekten Hallentors.
Als Höhepunkte seiner Amtszeit nannte Scheinkönig vor allem den Umbau des Gerätehauses, das 125-jährige Gründungsjubiläum als Festleiter und den Kauf des TSF-W. „Ich denke, dass in dieser Zeit viel bewegt wurde“, fand er und ergänzte: „Es war nicht immer leicht in den vergangenen Jahren, aber es hat einen Riesenspaß gemacht.“
Zum „Feuerwehrmann“ ernannte der Kommandant Felix Reber und zum „Löschmeister“ Oswald Hamann. Auszeichnungen erhielten für zehnjährigen aktiven Dienst Stefan Scheibl und Dominik Schmid. 20 Jahre aktiv dabei ist Jasmin Helgert, 30 Jahre Matthias Scheibl.